Lakpura
Lakpura®

Seen

KI-generiertes Bild · keine echte Fotografie

Wasser hat die Zivilisation Sri Lankas über mehr als zweitausend Jahre hinweg geprägt. Die Insel beherbergt eine außergewöhnliche Sammlung von Seen – einige entstanden auf natürliche Weise durch Geologie und Monsunregen, andere wurden von alten Königen geschaffen, die verstanden, dass die Kontrolle über das Wasser die Kontrolle über das Leben selbst bedeutete. Gemeinsam versorgen diese Gewässer die Landwirtschaft in den Trockenzonen, beherbergen eine bemerkenswerte Tierwelt und bilden die Grundlage für einige der eindrucksvollsten Landschaften des Landes.

Was sind die antiken Tanks Sri Lankas?

Sri Lankas von Menschenhand geschaffene Stauseen, die lokal als wewa oder Tanks bekannt sind, stellen eines der ausgeklügeltsten Bewässerungssysteme der Antike dar. Beginnend um das 3. Jahrhundert v. Chr. ließen singhalesische Könige ein expandierendes Netz aus Erddämmen, Schleusenkanälen und Zuleitungskanälen errichten, das die trockenen nordzentralen Ebenen in produktives Ackerland verwandelte.

Der Parakrama Samudraya bei Polonnaruwa ist das berühmteste dieser Bauwerke. Er wurde im 12. Jahrhundert n. Chr. von König Parakramabahu I. erbaut und umfasst bei voller Kapazität etwa 2.500 Hektar. Er entstand durch die Verbindung von drei separaten Stauseen zu einem integrierten System. Die Leitphilosophie des Königs – dass kein einziger Regentropfen das Meer erreichen soll, ohne zuvor dem Menschen gedient zu haben – wird noch heute von Ingenieuren und Historikern zitiert. Der Tissamaharama Wewa, der Minneriya Wewa und der große Kala Wewa in der Nähe von Anuradhapura sind weitere Beispiele derselben Tradition, die alle noch heute, Jahrhunderte nach ihrer Errichtung, Ackerland bewässern.

Die Technik hinter diesen Tanks war bemerkenswert präzise. Schleusen wurden kalibriert, um einen kontrollierten Wasserfluss aufrechtzuerhalten, und ein System miteinander verbundener Kanäle – am berühmtesten der 87 Kilometer lange Yoda Ela-Kanal – verteilte Wasser über weite Entfernungen. UNESCO und das International Irrigation Management Institute haben dieses Netzwerk beide als ein herausragendes Beispiel für vorindustrielle Hydrauliktechnik anerkannt.

Welche bedeutendsten natürlichen Seen hat Sri Lanka?

Neben den alten Tanks gibt es in Sri Lanka mehrere natürliche Seen von beträchtlicher ökologischer und kultureller Bedeutung.

  • Kandy-See (Kiri Muhuda): Dieser Stadtsee wurde 1807 von Sri Vikrama Rajasinha, dem letzten König von Kandy, angelegt und liegt im Herzen der Bergstadt. Er steht in enger Verbindung mit dem Esala Perahera Festival. Eine kleine Insel am östlichen Ende diente einst als königliches Badehaus. Der Uferweg des Sees gehört zu den schönsten Abendspaziergängen in Sri Lanka.
  • Beira See, Colombo: Der Beira See wurde in der niederländischen Kolonialzeit als Verteidigungsgraben um die Festung Colombo angelegt und liegt heute im kommerziellen Herzen der Stadt. Auf seinem Wasser werden Bootsfahrten angeboten und schwimmende Restaurants betrieben, und das Cinnamon Lakeside Hotel befindet sich an seinem nördlichen Ufer.
  • Tissa Wewa, Tissamaharama: Dieses antike Reservoir im tiefen Süden zieht große Schwärme von Wasservögeln an und liegt am Tor zum Yala-Nationalpark. Der umliegende Park und die nahegelegene Tissa Dagoba schaffen eine Landschaft, die einen entspannten Nachmittag belohnt.
  • Nuwara Wewa, Anuradhapura: Eines von drei großen Tanks, die die heilige Stadt Anuradhapura umgeben, erstreckt sich dieser Stausee über mehr als 1.200 Hektar und bietet zuverlässig die Möglichkeit, in den frühen Morgen- und späten Nachmittagsstunden Elefanten zu beobachten.
  • Gregory Lake, Nuwara Eliya: Umgeben von Kolonialbauten und gepflegten Parkanlagen in etwa 1.800 Metern Höhe bietet der Gregory Lake eine kühlere, neblige Atmosphäre, die sich von allen anderen Seen Sri Lankas unterscheidet. Das Mieten von Tretbooten ist eine beliebte Freizeitaktivität für Familien.

Welche Seen eignen sich am besten für Wildtiere und Vogelbeobachtungen?

Die Seen Sri Lankas und die sie umgebenden Feuchtgebiete dienen als kritischer Lebensraum für eine Vielzahl von einheimischen und Zugvogelarten. Die flachen, nährstoffreichen Uferbereiche beherbergen dichte Populationen von Wasservögeln, während das tiefere offene Wasser Zuflucht für Süßwasserfische, Gavialkrokodile und in einigen Gebieten Elefanten bietet, die zum Trinken und Baden kommen.

Der Bundala-Nationalpark im fernen Süden umfasst eine Kette von Lagunen und Brackwasserseen, die international als Ramsar-Feuchtgebiet anerkannt sind. Flamingos – seltene Besucher Sri Lankas – versammeln sich hier gelegentlich während der nördlichen Winterwanderung zusammen mit Löffelreihern, Pelikanen und Dutzenden von Watvogelarten. Der Udawalawe-Stausee innerhalb des Udawalawe-Nationalparks lockt tagsüber große Elefantenherden an seine Ufer, und das offene Buschland am Wasserrand beherbergt auch Leoparden, Wasserbüffel und eine reiche Vielfalt an Greifvögeln.

Die Stauseen Minneriya und Kaudulla in der Nord-Zentralprovinz sind berühmt für das jährliche „Gathering“ – eine saisonale Versammlung von mehreren hundert Elefanten, die von den sinkenden Wasserständen zwischen Juni und Oktober an das zurückweichende Ufer gelockt werden. Dies gilt weithin als eines der großartigen Wildtierereignisse Asiens. Der Wilpattu-Nationalpark hingegen zeichnet sich durch seine Villus aus: natürliche, regengefüllte Seen, die den sandigen Waldboden des Parks prägen und Leoparden, Faultiere und Hirsche zum Trinken anziehen.

Wie unterstützen Sri Lankas Seen die lokalen Gemeinschaften?

Die praktische Funktion dieser Gewässer hat mit der Modernisierung nicht abgenommen. Antike Bewässerungstanks versorgen weiterhin Reisfelder in der Trockenzone mit Wasser und unterstützen die Lebensgrundlage von Hunderttausenden von Landwirten. Die Beziehung zwischen Tank, Kanal und Feld bleibt das strukturelle Fundament des ländlichen Lebens in Provinzen wie North Central, Eastern und Northern.

Die Süßwasserfischerei ist ein weiterer wichtiger Lebensunterhalt. Gemeinden rund um große Stauseen wie den Parakrama Samudraya und den Udawalawe betreiben sowohl Selbstversorger- als auch Kleingewerbefischerei mit dem Ziel, Tilapia (eine eingeschleppte Art, die sich inzwischen vollständig etabliert hat), Schlangenkopf-Fisch und Süßwassergarnele zu fangen. Bootsbasierter Tourismus – geführte Vogelbeobachtungsexkursionen, tierkundliche Safaris bei Sonnenaufgang auf dem Wasser – bietet den Gemeinden in der Nähe von geschützten Stauseen ein zusätzliches Einkommen.

Wann ist die beste Zeit, um die Seen Sri Lankas zu besuchen?

Die Antwort hängt davon ab, welche Region und welche Erfahrung Sie anstreben. Für die Tanks der Trockenzone – Parakrama Samudraya, Minneriya, Kaudulla und Tissa Wewa – fällt die beste Tierbeobachtung mit der Trockenzeit zwischen Mai und September zusammen, wenn der Wasserstand sinkt und sich Tiere um das schrumpfende Ufer konzentrieren. Die Vogelbeobachtung in Bundala erreicht ihren Höhepunkt zwischen November und Februar, wenn Zugvögel aus Zentralasien und Europa anwesend sind.

Der Kandy-See und der Gregory-See können ganzjährig besucht werden; das Bergland hat zwei ausgeprägte Regenzeiten, erlebt aber selten die anhaltenden, starken Regenfälle, die das Küstengebiet betreffen. Die neblige Atmosphäre rund um den Gregory-See ist besonders eindrucksvoll in den kühleren Monaten von November bis Februar. Für diejenigen, die den Besuch der Seen mit dem Horton Plains National Park oder dem Sinharaja Forest Reserve verbinden, ist die trockenere Zeit zwischen Dezember und April in der Regel das praktikabelste Reisefenster im Süden und Westen.

Wie erreiche ich die wichtigsten Seen von Colombo aus?

See / StauseeNächste StadtUngefähre Entfernung von ColomboTypische Reisedauer
Parakrama SamudrayaPolonnaruwa~215 km4–5 Std. mit dem Auto
Kandy SeeKandy~115 km2,5–3 Std. mit Auto oder Bahn
Minneriya StauseeHabarana~180 km3,5–4,5 Std. mit dem Auto
Udawalawe StauseeUdawalawe~165 km3–4 Std. mit dem Auto
Tissa WewaTissamaharama~250 km4,5–5,5 Std. mit dem Auto
Gregory SeeNuwara Eliya~180 km4–5 Stunden mit dem Auto oder malerischer Bahn nach Nanu Oya

Ein privater Fahrer ist in der Regel die flexibelste Möglichkeit, mehrere Seen auf einer einzigen Reiseroute zu kombinieren. Der Taxis & Private Drivers-Service von Lakpura deckt alle diese Strecken mit klimatisierten Fahrzeugen und erfahrenen Fahrer-Guides ab.

Gibt es Bootsfahrten auf Sri Lankas Seen?

Mehrere der größeren Stauseen bieten organisierte Bootsausflüge an. Am Parakrama Samudraya gibt es geführte Ruderbootfahrten, die einen Blick auf die umliegenden Ruinen und Wasservogelkolonien aus einer Perspektive ermöglichen, die mit dem Auto nicht erreichbar ist. Der Joy Boat Service am Kandy-See bietet kurze Vergnügungsfahrten, die eine andere Sicht auf den am Seeufer gelegenen Tempelkomplex des Zahnes geben. Der Tissa Wewa ist mit kleinen Booten befahrbar und bietet eine friedliche Möglichkeit, in den frühen Morgenstunden gemalte Störche, Kormorane und gelegentlich Krokodile zu beobachten. Für ein umfassenderes Fluss- und Seeerlebnis erkundet die Madu River Safari in der Nähe von Balapitiya das Madu Ganga-Lagunensystem – ein Netzwerk aus Mangroveninseln, Kanälen und offenen Gewässern, das als eines der produktivsten Küstenökosysteme Sri Lankas fungiert.

Weiterlesen

1 Seiten zu eng verwandten Themen.

Kala Wewa Lake
Kala Wewa Lake

Kala Wewa, built by the King Datusena in 307 B.C, is a twin reservoir complex (Kala Wewa & Balalu Wewa) which has a capacity of 123 million cubic meters. This reservoir complex has facilitated with a stone made spillway and three main sluices.

Gregory Lake
Gregory Lake

Gregory Lake or Gregory Reservoir, is a reservoir in heart of the tea country hill city, Nuwara Eliya, Sri Lanka. Lake Gregory was constructed during the period of British Governor Sir William Gregory in 1873. The lake and the surrounding area make up the Gregory Lake area.

Sembuwatta Lake
Sembuwatta Lake

Sembuwatta Lake is a tourist attraction situated at Elkaduwa in the Matale District of Sri Lanka, adjacent to the Campbell’s Lane Forest Reserve. Sembuwatta Lake is a man-made lake created from natural spring water. Alongside the lake is a natural swimming pool.

Kandy Lake
Kandy Lake

Kandy Lake, also known as Kiri Muhuda or the Sea of Milk, is an artificial lake in the heart of the hill city of Kandy, Sri Lanka, built in 1807 by King Sri Wickrama Rajasinghe next to the Temple of the Tooth. Over the years, it was reduced in size. It is a protected lake, with fishing banned.

Beira Lake
Beira Lake

Beira Lake is one of Colombo’s most famous landmarks. It lies right in the middle of the capital and is one of the few places of relaxation and beauty within the city limits. As such the area on and around it has many attractions; not to mention the history of the lake itself.

Bolgoda Lake
Bolgoda Lake

Bolgoda Lake is a freshwater lake in the Western Province of Sri Lanka, straddling the border between Colombo District and Kalutara District. It consists of two main bodies of water, a Northern portion and a Southern portion, connected by a waterway called Bolgoda River. The lake drains into the sea at the estuary in Panadura.

Kandalama Lake
Kandalama Lake

Amongst the craggy regions of the Central province of Sri Lanka is a placid and beautiful man-made lake, which is actually the Kandalama Reservoir. Created by kings of long gone times in order to provide water for farming irrigation; the the Kandelle or Candelay reservoir, as it was also known, is located in the town of Kandalama and was made by damming one of the main tributaries of Kala Wewa.

Prakrama Samudraya lake
Prakrama Samudraya lake

Sri Lanka has two large monsoon seasons, each lasting about three months. The rest of year remains dry and hot, except for a few short heat induced thunderstorms at night. This climate, with its lack of regular water, can have a devastating effect on those who make a living from agriculture.

Tissa Lake
Tissa Lake

Tissa wewa is yet another destination for tourists to gain relaxation and knowledge for both physical and mental. It is a symbol of Ancient Irrigation systems of Sri lanka. And also it is one of the men made reservoirs in Anuradhapura other than Basawakkulama (Abhayagiri wewa) and Nuwara wewa.

Dieses Erlebnis mit Lakpura buchen

Zusammengestellt von unserem lokalen Team. Direktbuchung, sofortige Bestätigung.

Lakpura®-Berater fragen